wie ich schon in meinem Blogeintrag geschrieben habe würde ich gerne mal darüber diskutieren was aus der Weigerung der Veranstalter sich für neue Kommunikationsmethoden und deren Voraussetzungen (WLAN) zu öffnen folgen soll. Möglichkeiten gibt es viele:
1. Offener Brief an die Veranstalter VDB, BiB und BID
2. Gründung einer AG, Interessengemeinschaft oder eines Vereins zur Artikulieren der Belange und Planung von Aktionen (z.B. Stand auf dem nächster Veranstaltung)
3. Gemeinsam Kontakt zur UB Mannheim als nächsten Veranstaltunger aufnehmen damit auch die Belange der Biblioblogger berücksichtigt werden
4. Einfach nichts tun und hoffen das nächstes mal alles gut wird
5. ..
Was fällt euch ein? Was ist gut oder schlecht? Wir haben zwar 1,5 Jahre Zeit aber die Planungen sollten bald beginnen.
Patrick, freut mich ja, dass dir der Vorschlag mit dem Stand in Mannheim gefallen hat. Dass du gleich in Richtung Verein weiterdenkst, finde ich sehr schlüssig - allerdings müssten wir vielleicht noch mal bei der DBV-Dienstleistungskommission checken, ob wir als Verein auch Dienstleistungsmarkt-Teilnehmer werden könnten. Wenn unsere Diskussion weiter in diese Richtung geht, kann ich das gern mal bei Herrn Fast aus Göttingen abklopfen, der wohl den Mannheimer Dienstleistungsmarkt organisieren wird. Darüber hinaus ist bestimmt auch dein Punkt 3 sinnvoll.
Noch eine andere Idee, die nicht direkt was mit einem Kampf um verbesserte Infrastruktur für BloggerInnen zu tun hat: Lambert und ich haben am Festabend über die Aktion des US-amerikanischen Library Journals zur Benennung von "Movers and Shakers" des dortigen Bibliothekswesens gesprochen und befunden, dass eine solche Kür von impulsgebenden KollegInnen hierzulande vielleicht auch ganz lustig wäre. Spontan hatten wir schon Kandidaten für "die coolste Sau" und "die schönste Stimme" ;-) Das wäre auch eine Richtung, in die unser Verein aktiv werden könnte, finde ich.
ein Verein hat wie eigentlich immer Vor und Nachteile ist mir durchaus bewusst. Durchaus wäre auch eine Kombination denkbar. Ein kleiner Verein (für die Finanzierung) und alle Aktionen werden von der AG geplant. Wobei AG und Verein nur personell verbunden wären ;-)
Die Idee für die Unkonferenz gefällt mir auch sehr gut. Aber das ist wohl besser eine neue Diskussion
Hallo KollegInnen,
mich schreckt die Vorstellung einer Vereinsgründung eher ab, und mir ist auch nicht klar, wozu ein weiterer Bibliothekarsverein gut sein könnte.
Vielleicht noch eine kleine weitergehende Überlegung: DIE gemeinsamen Interessen und Ziele der Biblioblogger gibt es nicht.
Ein Blick in den Planet Biblioblog reicht, um festzustellen, daß diese kleine deutschsprachige "Biblioblogosphäre" ein extrem uneinheitliches Ding ist. Und das ist, mit Wowi zu sprechen, auch gut so. Das Spektrum reicht von jugendlichen Bibliotheksbenutzern, die eine Rezension ins kollektive Bibliotheksblog schreiben, über Hochschuldozenten, die neue Trends austarieren und ihre Lehre begleiten, über Blogs von hochspezialisierten regionalen Fachcommunities bis nach weißichwohin. Also, nix gemeinsam, außer dieses technische Werkzeug "Weblog".
Übrigens soll das kein Einwand gegen einen "Blogger-Stand" o.ä. auf einem Bibliothekartag sein.
Jürgen und ich hatten am Rande des letzten HBZ-Weblog/Wiki-Seminars mal die Idee gewälzt, ein kleines bibliobloggerisches "Public Viewing" zu veranstalten, evtl. durch verabredete Benutzung von Bildschirmen oder Beamern anderer Aussteller. Ziel wäre, Passanten "in Echtzeit" Web-Kommentare und -Diskussionen laufender Veranstaltungen zu zeigen und auf diese Weise in etwas weniger theoretischer Form über die neuen Möglichkeiten ins Gespräch zu kommen.
Übrigens, wer macht denn eigentlich das Programm des nächsten Bibliothekartags in Mannheim? Wer immer es ist, ich würde gerne mit denjenigen in Kontakt kommen. Und sei es, um ihnen vorzuschlagen, mal einen Blick in dieses Forum hier zu werfen und sich vielleicht sogar mit eigenen Accounts zu registrieren. :-)
Sonnige Grüße,
Lambert
Ein Verein kann viele Funktionen haben. Manchmal ist es praktisch eine juristische Person zu haben, zum Beispiel bei der Entwicklung eines Finanzierungsmodels eines Standes. Aber gut, vielleicht ist das ja auch ein Thema das auf einer Unkonferenz besprochen werden kann natürlich mit offenen Ausgang. Oder das Ganze wird gar nciht nötig weil wir vorher erfahren das die Kongresse doch demnächst alle über offenes WLAN verfügen werden.
Ich denke auch, dass ein Verein dann sinnvoll sein kann, wenn wir für Aktionen wie einen Stand in Mannheim Geld brauchen. Es wird sich wie gesagt leicht klären lassen, ob wir als Verein oder irgendwie halbformeller Zusammenschluss im Dienstleistungsmarkt (alles andere wäre ja eh viel zu teuer) teilnahmeberechtigt wären. Vielleicht können wir ja aber auch eine Untergruppe einer der großen berufsständischen Vereinigungen werden und zum Beispiel auf dem BID-Gemeinschaftsstand in Mannheim mitmischen. Ich kenn mich da nur leider gar nicht aus und es klingt auch zugegebenermaßen nicht so richtig sexy.
Ansonsten kann man den hier angedachten Aktivitäten wie Unkonferenz etc. ja in der Tat bestens auf der informellen Ebene nachgehen - das ist schließlich auch eine geschätzte Qualität des Web2.0.
In Helsinki sind wir mal aus dem üblichen Konferenzschema ausgebrochen und haben eine Walk&Talk-Session gemacht. Dabei wurden die Gruppen zufällig gemischt und Neulinge kamen mit "Großkopferten" zusammen. Das brauchen wir hier auch: Eine größere Durchlässigkeit von neuen Ideen bottom-up.
Solange ich keinem von denen über den Weg laufe oder die Veranstalter mich nach meinem Rat fragen ;-) koche ich lieber mein eigenes Süppchen. Insofern finde ich Anne's Angebot und Lambert's Ideen extrem produktiv und gut umsetzbar. Außerdem könnte man ein eigenes Konferenzblog gründen und Inhalte - wie gerade in netbib vorgeschlagen - einwerben.
ein Brief an den BID reicht aus. Nur dieser Verband war Veranstalter in Leipzig. Meinen KollegInnen im BIB habe ich für Mannheim 2008 schon empfohlen, sehr auf die technische Infrastruktur zu achten.
Ein Kollege hat mir für erzählt, das die Betreiber der Kongresshalle in Leipzig für 30 Minuten Internetzugang in den Vortragsräumen € 200,- habe wollten. Der Betrag kommt mir recht hoch vor. Sollte er aber stimmen ... wer hätte das dann bezahlen sollen? Alleine für unsere Veranstaltung € 1200,- löhnen.
Die Bildung einer lockeren Interessengemeinschaft oder AG fände ich ok.
Und ich könnte unsere Wünsche und "Begehrlichkeiten" ;-) innerhalb des BIBs gleich an die richtigen Positionen weiterleiten. Die Planungen für Mannheim gehen für den BIB im April los. Dann wird die erste Sitzung des Ortskomitees stattfinden.
es ist schon interessant die Ex und zukünfigen Veranstalter zu erreichen. Schön das es erste Führsprecher für Mannheim gibt, nach der VDB Sitzung war ich jedoch eher frustriert, da von dieser Seite eher kein Input in dieser Richtung zu erwarten ist.
Das es ein finanzielles Problem war, ist schon klar, jedoch sollte man in Zukunft solche Aspekte in die Verhandlungen mit der Messe aufnehmen ;-)
mir fällt dazu noch ein, dass Frau Lison in der Abschlussveranstaltung darauf hinwies, dass ein Evaluationsbogen (diesmal?) zum Kongress nicht ausgeteilt würde, sondern dann online auf der BID-HP zu finden sein werde. Bisher habe ich dort allerdings nichts gefunden... Trotzdem wäre es auch eine zusätzlich Maßnahme auf diesen hinzuweisen, sollte er dann mal auftauchen (oder war damit kein Webformular gemeint, sondern ein auszudruckendes PDF für die Snail-Mail? - dann kann man sich das natürlich sparen ;))
Eine andere Frage, welche ich mir die ganze Zeit stelle (ohne kontraproduktiv sein zu wollen): Wäre WLAN angekündogter Weise verfügbar gewesen, wo wäre man eigentlich mit seinem Schleppi untergekommen? An den paar Stehtischen? Drei und mehr Stunden den PC auf den Knien zu haben stell ich mir jetzt auch nicht so berauschend vor. Von dieser und der technischen Seite stelle ich es mir schwer vor mehr als 1%-6% der Besucher überhaupt damit zu versorgen (also von 2700 ausgegangen 27 bis ~150). Internet für die Referenten steht natürlich weiterhin außer Frage (stand es für mich eigentlich bis zum ersten Beitrag auch).
Um jetzt eben nicht nur kontraproduktiv zu sein und Bezug auf das Betreff zu nehmen, würde ich auch noch eine andere Schlussfolgerung ziehen. Zum einen sollten die Vorträge zeitnah (warum eigentlich nicht schon vorher für angemeldete (?) Teilnehmer) verfügbar sein. Bis jetzt höre ich da nur etwas vom BIB-OPUS und versackenden Dokumenten - warum nicht (auch) auf einer ordentlichen (!) bid-kongress2007.de-Seite? Zum anderen wären Mitschnitte der Beiträge genial - medinfo zeigt das (aber nicht wie ;)) es geht: http://medinfo.netbib.de/archives/2007/03/22/1951 . Oder auch Video-Mitschnitte - wieso sollte das prinzipiell ein Problem sein? Im Grunde beides leicht und günstig zu realisieren.
Und 20xx wird die Konferenz dann noch simultan in Second Life abgehalten... ;)
freier WLAN-Zugang auf Tagungen hat grosse Nachteile. Auf einer DFN-Tagung vor wenigen Wochen gab es _keinen_ solchen Zugang, weil die Teilnehmer (von denen natürlich fast alle ein Notebook dabei hatten) sonst im Vortragssaal nur noch E-Mails geschrieben hätten. Das war die offizielle Begründung, die ich einsehen kann. Dort gab es vor dem Vortragssaal etwa 20 Kabel, aus denen Internet herausfiel und an die man sich mit einem mitgebrachten Notebook hängen konnte.
Für die nächste Inetbibtagung würde ich zumindest für den Bereich der Ausstellung WLAN vorsehen wollen (wie übrigens auch schon auf den vorangegangenen beiden Inetbibtagungen). Ich würde aber vor allem gerne die Bloggerszene mehr in den Tagungsablauf integrieren wollen als bei den vorangegangenen Tagungen. Meine Frage: Welche Unterstützung durch die Organisatoren wird dazu gewünscht (abgesehen von dem selbstverständlichen Netzzugang)?